Das Arduino Starter-Set (Link,Amazon, elegoo) befindet sich nun schon seit längerer Zeit in meinem Besitz. Nachdem ich zuerst viel mit dem Raspberry Pi gearbeitet hatte, freute ich mich natürlich auf eine Abwechslung. Dabei freute ich mich besonders auf die vielen Sensoren, wie Bewegungssensor, Entfernungssensor (Ultraschall), Temperatursensor etc. In diesem Set befanden sich weitere interessante Dinge, auf die ich später noch zu sprechen komme. Wie war meine Vorgehensweise? Zuerst baute ich den simpelsten aller Schaltkreise (Blink), um mich dann Stück für Stück hochzuarbeiten (LED-Matrix, Gleichstrommotor,LCD…). Dabei half mir besonders die beigelegte Anleitung und die große Community rund um den Arduino. Nachdem ich mich also eingefuchst hatte, wollte ich damit beginnen, etwas zu bauen, was meinen Alltag erleichtert. Folgendes Problem existiert in meiner Wohnung: Ich wohne in einer Dachgeschosswohnung, weshalb es keine Deckenlampen, sondern nur per “Lichtschalter” steuerbare Steckdosen gibt. Ein sehr großes Problem dabei wiederum ist, dass, wenn ich abends im Bett liege (mit Licht) und ich dann den Schalter an der Lampe ausmache (nicht die Steckdose), ich am nächsten Tag die Lampe nicht mehr über die Steckdose anmachen kann (da ja der Lampenschalter auf aus ist). Da ich dann jedesmal in eine Ecke kriechen musste, habe ich mir gedacht, dass ich mir selber etwas baue, um das Problem zu umgehen. Nach kurzer Überlegung kam ich auf den Bewegungsmelder. Die Idee war Folgende: Ist eine bestimmte Abwesenheit von Helligkeit erreicht, stellt sich der Bewegungsmelder scharf und reagiert, wenn jemand den Raum betritt. Die Reaktion war schlicht das Anschalten meiner Nachttischlampe. Ist dies geschehen, so startet ein Timer (beliebiges Zeitintervall), der nach Ablauf die Lampe wieder ausstellt und den Bewegungsmelder wieder scharf macht. Soweit die Idee! Die Umsetzung war dann doch etwas komplizierter. Da die Lampe mehr Spannung braucht, als ein Arduino verträgt habe ich ein Relay benutzt. Ein Relay ist sozusagen das Bauteil, welches zwei Stromkreise so miteinander verbindet, dass man mit dem einen Stromkreis, den anderen öffnen oder schließen kann, ohne dass sich die Stromkreise berühren. Genaueres gilt es auf Wikipedia nachzulesen. Das Ganze sah dann so aus, dass ich einen Stromkreis mit dem Arduino und einen Stromkreis mit der Lampe hatte. Dazwischen war das Relay geschaltet. Hatte nun der Helligkeitssensor (Photoresistor) angezeigt, dass es dunkel genug war und der Bewegungsmelder eine Bewegung registriert, so gab der Arduino das Signal, den Stromkreis mit der Lampe zu schließen und siehe da, es ward Licht! Bis hier bin ich gekommen. Dieser Erfolg hat mich lange genug befriedet und während ich den Text schreibe, ist mir das Problem aufgefallen (ist mir schon vorher aufgefallen, aber ich habe es ignoriert, weil ich so froh war, dass überhaupt etwas funktioniert hat), dass die Lampe nach einer selbst bestimmten Zeit wieder ausgeht. Wenn ich im Bett lag, habe ich das mit einer schnellen Bewegung meines Beines geregelt, aber das ist ja keine langfristige Lösung. Eine Idee wäre, einen Schalter oder einen Knopf zu installieren, den ich, wenn ich schlafen will, drücke. Dann geht die Lampe aus und der Bewegungsmelder wird unscharf gemacht(das Relay öffnet sich wieder; der Schalter der Lampe soll immer geschlossen bleiben). Am nächsten Abend jedoch soll dies wieder automatisch rückgängig gemacht werden. Es wäre also sinnvoll den installierten Knopf mit einem Timer von meinetwegen 12 Stunden zu versehen, indem sozusagen alles aus ist. Nach den 12 Stunden soll dann alles wieder bereit sein, um mein Zimmer mit Licht zu füllen.